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VFL beeindruckt mit sehenswertem Kombinationsfußball

Morgens um 6.00 Uhr in Deutschland. Viele schlafen in Deutschland, arbeiten oder genießen ihr Wochenende. Nur ein paar Zehn- und Elfjährige aus Oldenburg sind so aufgeregt, dass man das Knistern in der Luft spüren kann. Der Schlaf gesellte sich unruhig, weil die 11er vom VFL Oldenburg die einmalige Möglichkeit besaßen beim EWE-Cup in der Endrunde zu spielen. Um 8.30 Uhr bezogen die Kicker ihre Umkleide und alle waren sehr fokussiert. Trainer Gilbert Frye und Cotrainer Arminu Musah erklärten den Spielern den Tagesablauf und sagten ihnen, dass sie den ganzen Tag genießen sollen und dass sich alle unterstützen sollen, damit man heute erfolgreich sein kann.

 

Brinova unterstützt die U11 auch in der nächsten Saison als Sponsor

In unmittelbarer Nähe des Weserstadions lief man mit den anderen EWE-Cup-Teilnehmern ein. Die Zuschauer beklatschten die E-Jugendmannschaften und die Spieler genossen die Atmosphäre sehr, bei vielen war das Lachen aus den Gesichtern gar nicht wegzukriegen. Werder Geschäftsführer Klaus Filbry empfing die Spieler mit einleitenden Worten und die Eltern ließen eine Laolawelle für alle Spieler folgen.VFL_U11_Brinova_IT_SYstemhaus_Sponsor

Nun war es fünf vor zehn, das erste Spiel gegen den TuS Esens, der ehemaligen Heimat unseres Trainers, sollte sich als harte Nuss erweisen. Gilbert und Arminu wärmten die 11er kurz auf und dann folgte der Anstoß. Die VFLer ließen den Ball laufen und der TuS Esens versuchte die Räume zuzustellen. Dies gelang ihnen zu Beginn sehr gut. Aber gegen Ende des Spiels konnte Salim Musah das erlösende 1:0 für unsere Kicker schießen.

Die Anspannung wich ein wenig und man schaute sich zur Vorbereitung des nächsten Spiels schon einmal den Gegner an. Gegen den FC Este spielten die Elfer sehr druckvoll, aber das Tor war wie zugenagelt. Viele hochprozentige Chancen wurden liegen gelassen.

Henri Hitrez konnte gegen Ende das 1:0 für den VFL markieren. Das letzte Spiel gegen die SG Zetel Bockhorn gewann man in einem überlegen geführten Spiel mit 3:0. Das 1:0 schoss Henri Hitrez, das 2:0 Daimon Schaeffer und das 3:0 Pedro Czelinski. Somit schloss man die Vorrunde als Gruppenerster ab und man traf auf den VFL Maschen im Viertelfinale, der in seiner Gruppe den zweiten Platz in der Vorrunde belegte. Jetzt waren die VFLer richtig heiß und man kämpfte um jeden Ball. Das 1:0 schoss Salim Musah, das 2:0 Vincent Hagen und das 3:0 wiederum Salim Musah. Der Gegner konnte noch einmal auf 3:1 verkürzen.

Im Halbfinale traf man auf die JSG Apensen/Harsefeld. Innerhalb von fünf Minuten führte der VFL mit 3:0. Die Torschützen waren Finn Jordan, Salim Musah und Vincent Hagen.

Nach dem Sieg brach die Anspannung bei den Kickern zusammen und alle umarmten sich und feierten. Theo Bartuschka sprang auf den Arm seines Trainers und sagte, dass er gar nicht wisse, was mit ihm los sei und dass er vor Glück weinen könne.

Schönere Momente kann es in einem Trainerleben nicht geben und so genossen die Trainer mit einer Humba das Partygefühl gemeinsam mit ihren Spielern. Alle konnten es kaum fassen, dass man nun das Finale im Weserstadion bestreiten durfte. Die Trainer bekamen die Akkreditierungen für das Stadion überreicht und nun ging man gemeinsam mit den Freunden aus Sittensen, die das Finale mit unseren Kickern erreichten, zum Stadion. Dort erwartete uns Superman, der alle Kicker abklatschte, einfach nur geil.

Im Weserstadion bezogen wir in den heiligen Katakomben unsere Kabine und alle waren einfach nur glücklich. Der Trainer hielt einen kurzen Exkurs darüber, dass alle Spieler diesen Moment nicht vergessen werden und dass man hoffentlich dann mit dieser Truppe in zehn Jahren noch einmal zusammenkommen werde, um genau diesen Moment Revue passieren zu lassen, ein Gänsehautmoment. Kurzerhand wurde noch ein Interview vom Trainer mit allen Spielern durchgeführt und man erhielt noch Instruktionen vom Turnierorganisator, wie man sich zu verhalten habe und was uns noch erwarten würde. Die Spieler waren sich aber einig, sie wollten den Pokal.

Ein kurzer Weg durch die Katakomben und wir standen auf dem heiligen Rasen, der sich eher wie ein Kunstrasen anfühlte. Die Mannschaften wurden in der Mitte des Spielfeldes vorgestellt und die Anhänger vom VFL Oldenburg waren lautstark zu hören. Danach folgte der Anpfiff. Die Sittenser drückten auf die Tube und hatten zwei hochkarätige Tormöglichkeiten. Aber unser herausragender Torhüter machte die Chancen zunichte. Nach einem schönen Konter, der von Vincent Hagen eingeleitet wurde, schloss Tom Frye mit einem sehenswerten Hammer zum 1:0 ab. Zur Halbzeit dreschte Vincent Hagen das 2:0 in die Maschen der Sittenser.

Nach der Halbzeit konnten die 11er sogar noch auf 4:0 erhöhen. Wiederum Vincent Hagen und Salim Musah konnten sich als Torschützen eintragen. Die Sittenser konnten gegen Ende des Spiels noch einmal auf 1:4 verkürzen. Zwischendurch rannte dem Trainer kurz die Auswechselbank davon, weil die Hoffenheimer Spieler dem Spiel zusahen und die Spieler beklatschten. Mit einem Sieg verließen wir den heiligen Rasen, den wir um 15 Uhr zur Siegerehrung wieder betreten durften. Dort wurde auch noch unser Torhüter, Johann Helwig, zum besten Torhüter des Turniers geehrt. Unsere Mannschaft erhielt einen Gutschein für ein Mannschaftswochenende und einen riesigen Pokal.

Danach durften die beiden Finalisten die Ehrenrunde antreten und sich von den über 40000 Fans feiern lassen, ein Moment, den man nie mehr vergisst, vielen Dank an das tolle Bremer Publikum. Das Spiel wurde danach genossen, auch wenn die Bremer leider mit 3:5 verloren. Den Abend ließ die Mannschaft gemeinsam in der Finca in Oldenburg auslaufen. Dort wurde noch einmal richtig mit den Eltern und Verwandten abgefeiert.

Eine super Nachricht erreichte die U11 am Sonntagmorgen, Marcus Kröger, der Geschäftsführer von Brinova Systemhaus, sicherte uns die Unterstützung für die nächste Saison zu. Vielen Dank an unseren Sponsor, der uns seit zwei Jahren unterstützt.

Text: Spielbericht

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